Wechseljahre: was sie sind, wann sie auftreten und wie man sie mit Ernährung und Nahrungsergänzung beeinflussen kann

Was werden wir hier lernen?


Was ist die Menopause?

Die Menopause ist ein natürlicher biologischer Prozess, der das Ende des Menstruationszyklus einer Frau markiert. Er wird offiziell nach 12 aufeinanderfolgenden Monaten ohne Menstruation diagnostiziert. Sie ist das Ergebnis einer abnehmenden Produktion von Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken.

Schlüsselhormonelle Veränderungen:

  • Östrogen Verantwortlich für die Gesundheit von Knochen, Herz, Haut und Fortpflanzungssystem.
  • Progesteron Reguliert den Menstruationszyklus und hilft beim Einschlafen.
  • FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon): Die Spiegel steigen, wenn die Eierstöcke die Produktion von Sexualhormonen reduzieren.

Wann tritt die Menopause ein?

  • Das Durchschnittsalter für den Beginn liegt zwischen 45 und 55 Jahren, in Europa sind es etwa 51 Jahre.
  • Ihr geht die Perimenopause voraus – eine Zeit hormoneller Instabilität (die mehrere Jahre dauert).
  • Nach der Menopause folgt die Postmenopause, in der die Symptome weiterhin bestehen können, sich die Hormone jedoch auf einem niedrigen Niveau stabilisieren.

Symptome der Menopause

Die Menopause beeinflusst jede Frau anders. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Hitzewallungen und Schwitzen
  • Schlaflosigkeit und Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressive Anzeichen
  • Verminderte Libido
  • Gewichtsveränderungen und eine Verschlechterung des Stoffwechsels
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Reduzierte Hautelastizität und Trockenheit der Schleimhäute

Wie wirkt sich die Menopause auf den Körper aus?

Veränderungen des Östrogenspiegels wirken sich auf mehrere Körpersysteme aus:

  • Herz-Kreislauf-System Erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Skelettsystem Beschleunigter Knochenmasseverlust führt zu Osteoporose.
  • Stoffwechsel Verlangsamter Stoffwechsel und erhöhte Insulinresistenz.
  • Muskelmasse und Regeneration: Reduzierung der anabolen Aktivität, Verlust von Muskelmasse.

Die Bedeutung von Ernährung und Nahrungsergänzung in der Menopause

Ein gesunder Lebensstil, einschließlich ausgewogener Ernährung und gezielter Nahrungsergänzung, kann die Symptome erheblich lindern und die Lebensqualität verbessern.

  1. Kalzium und Vitamin D
  • Warum: Prävention von Knochenschwund und Frakturen.
  • Empfehlung: 1000–1200 mg Kalzium täglich, 800–2000 IE Vitamin D3.
  • Studie: Heaney RP et al. (2003): „Calcium plus Vitamin D and the Risk of Fractures.“ NEJM, 354(7), 669–683.
  1. Omega-3-Fettsäuren
  • Warum: Sie reduzieren Entzündungen, verbessern die Stimmung und fördern die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
  • Empfehlung: 1–2 g EPA und DHA täglich.
  • Studie: Lucas M et al. (2009): „Omega-3 und Depression bei Frauen in den Wechseljahren.“ Am J Clin Nutr, 89(2), 641–647.
  1. Isoflavone (Phytochemikalien aus Soja)
  • Warum: Natürliche Phytoöstrogene, die Östrogen nachahmen und Hitzewallungen lindern können.
  • Empfehlung: 40–80 mg täglich.
  • Studie: Messina M (2014): „Soy Foods and Menopausal Health.“ Nutrients, 6(3), 954–979.
  1. Magnesium und B-Vitamine
  • Warum: Unterstützung des Nervensystems, des Schlafs und der Stimmung.
  • Empfehlung: Magnesium 300–400 mg täglich, B-Vitamine als Komplex nach RDA.
  • Studie: Pinto E et al. (2017): „Magnesium in women’s health.“ Clinical Nutrition ESPEN, 18, 1–7.
  1. Proteine und Kollagen
  • Warum: Prävention von Muskelabbau und Unterstützung der Haut.
  • Empfehlung: 1,2-1,5 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich, Kollagen nach Herstellerangaben.
  • Studie: Zdzieblik D et al. (2015): „Kollagen supplementierung bei postmenopausalen Frauen.“ Nutrients, 7(10), 8448–8459.

Schlussfolgerung

Die Menopause ist ein bedeutender physiologischer Meilenstein, der einen besonderen Ansatz in Bezug auf Ernährung und Lebensstil erfordert. Dank geeigneter Nahrungsergänzung ist es möglich, unangenehme Symptome zu lindern und die Gesundheit von Knochen, Herz, Haut und Psyche zu unterstützen.

Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, hochwertiger Schlaf und richtig ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel sind der Schlüssel, um die Menopause bestmöglich zu bewältigen – nicht nur zu überleben, sondern wirklich aufzublühen.


Quellen (Studien und Fachpublikationen)

  1. Heaney RP et al. (2003). Kalzium plus Vitamin D und das Frakturrisiko. New England Journal of Medicine.
  2. Lucas M et al. (2009). Omega-3 und Depression bei Frauen in der Menopause. American Journal of Clinical Nutrition.
  3. Messina M (2014). Soja-Lebensmittel und Frauengesundheit nach den Wechseljahren. Nutrients.
  4. Pinto E et al. (2017). Magnesium in Women’s Health. Clinical Nutrition ESPEN.
  5. Zdzieblik D et al. (2015). Kollagen supplementation bei postmenopausalen Frauen. Nutrients.